Instandhaltungsprozesse im Schienenverkehr beschleunigen

Im Schienenverkehr sind die schnelle und sachgerechte Fahrzeuginstandhaltung und Flotteninstandhaltung besonders kritisch, um Verspätungen und Ausfälle zu vermeiden und die Fahrgäste sicher und pünktlich an ihr Ziel zu bringen.

In diesem Zusammenhang werden verschiedene Inspektions- und Instandsetzungsarbeiten unterschieden.

Die tägliche Instandhaltung (Light Maintenance) umfasst den Austausch von einfachen Zug-Ersatzteilen, die im täglichen Betrieb beschädigt oder zerstört werden. 

Routinemäßige Instandhaltungsarbeiten wie das Schmieren der Türen, das Tauschen von Luftfiltern und das Auffüllen der Sandungsanlage, sind sehr gut planbar.

Regelmäßig werden Züge im Rahmen von umfassenden Überprüfungen und Revisionen für mehrere Wochen aus dem Betrieb genommen (Heavy Maintenance), um die nicht alltäglichen Wartungsarbeiten durchzuführen.

Diese mehrstufige Instandhaltungspraxis wird durch das weitläufige Schienennetz, den komplexen und heterogenen Fahrzeugpark, die vielen Instandhaltungswerke sowie dezentrale bzw. föderale Zuständigkeiten zusätzlich komplizierter und aufwendiger im Betrieb.

Hinzu kommen viele besondere, regionale Ansätze rund um die Themen Ersatzteilverfügbarkeit, Komponentenaufarbeitung und Fahrzeugdokumentation in den verschiedenen Instandhaltungslagern- und Werken.

Herausforderungen in der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen

Der Schienenverkehr leidet an einem anhaltenden Fachkräftemangel, der die fachgerechte Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung zunehmend erschwert.

Es wird immer schwieriger, qualifizierte, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden und zu halten. Währenddessen gehen die erfahrenen Fachkräfte in Rente und können ihre Expertise nicht weitergeben. Oft kommt auch die Sprachbarriere hinzu, die die fachgerechte Instandhaltung erschwert – vor allem deswegen, weil die Dokumentation oft nicht multilingual vorliegt oder anderweitig unzureichend ist. 

Wie in fast allen Instandhaltungsstrategien gibt es verschiedene Ansätze um mit diesen Herausforderungen umzugehen und Entscheider müssen sorgfältig abwägen, wie Ressourcen und Budgets eingesetzt werden. 

Häufig entscheiden sich die Verantwortlichen dazu, mittelfristige oder langfristige Investitionen aufzuschieben um die kurzfristigen Ziele zu erreichen. Die lokalen Teams müssen mit den Konsequenzen leben und Lösungen entwickeln, die vor Ort funktionieren. 

  • Auswirkungen auf Management und operative Instandhaltung

Die Herausforderungen in Hinblick auf die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen haben Auswirkungen auf Management, Arbeitsplanung und operative Instandhaltung:

Trieb- und Gliederzüge sind zwischen 250 und 350 Metern lang – Güterzüge teilweise noch länger. Dementsprechend sind nicht nur die Wegstrecken innerhalb der Fahrzeuge lang, sondern auch die Laufwege innerhalb der Instandhaltungswerke und Ersatzteillager.

Dabei stehen die Fragen schon vor dem Weg ins Ersatzteillager fest:

  • Was ist die richtige Materialnummer?
  • Gibt es das Bauteil noch? Oder ist es obsolet? 
  • Was ist der Nachfolger des Teils?
  • Sind meine Bauteile auf Lager?
  • Wo sind meine Bauteile im Lager?
  • Welche Bauteile benötige ich in der Regel noch?

 

Hier setzt Humai mit Partium, der virtuellen Materialsuche an. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Instandhalter diese Fragen direkt im Fahrzeug beantwortet bekommen und wie sich die Lösung in Ihr Instandhaltungskonzept integrieren lässt?

Auf unserer Seite rund um das Thema “Schiene- und Schienenverkehr” finden Sie weitere Informationen und unseren kostenlosen Leitfaden!

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